[http://www.lmsoft.com/] Alles ein Irtum? Hassan Nasrallah ist der unumschränkte Führer der Hisbollah. Rein äußerlich, so die wenigen Interviewer, die zu ihm vorgelassen wurden, ist er sanft, demütig und gewieft. Wiederholt betonte er den demokratischen Charakter der Organisation, in der er nur eine Wahlfunktion ausübt und an Mehrheitsbeschlüssen seines Schura (Konsultationsrat) gebunden ist, obwohl er schon 18 Jahre herrscht. Gewieft hat er sich nach dem Krieg beim libanesischen Volk entschuldigt, dass alles ein Versehen war: Deutsche NO- Experten schlussfolgerten daraus, dass Hisbollah den Krieg gar nicht beabsichtigt hatte, denn er passte nicht in ihr Konzept. Als Beweis führen sie den lang ersehnten ökonomischen Aufschwung nach dem Bürgerkrieg sowie einen Nationalen Dialog aller politischen Kräfte in Libanon an. Wie Nasrallah wirklich tickte, wird man wohl so bald nicht erfahren. Wenn man das wenige Bekannte und die vielen Bekenntnisse der Hisbollah durchgeht, zeigt sich ein weitaus gerissenes Antlitz des sanften Nasrallah. Libanons Prosperität hat nie die Religionskonflikte beschwichtigt. Die Schiiten haben den geringsten Anteil daran. Der Nationale Dialog hatte seine schwierigste Aufgabe noch vor sich, die Entwaffnung der Hisbollah. Diese widersetzte sich vehement einer Integration in die Armee. Stattdessen präsentierte sie sich als die einzige Kraft, die in der Lage ist Libanons Souveränität zu sichern, die Israelis aus dem Land zu vertreiben, die Südgrenze zu schützen udgl. mehr. Maroniten, Drusen und Sunniten widersprachen dieser merkwürdigen Sicherheitsauffassung. Selbst die Schiiten waren gespalten in Amal und Hisbollah. Der Druck auf Hisbollah wuchs, als die Syrer ihre Armee aus dem Land abziehen mussten. Nun hatte Hisbollah keine äußeren Feinde mehr, vor dem es Libanon schützen wollte. Bei den Wahlen liefen ihr die Menschen weg zur Amal-Partei hin. Was die Entführungen betrifft, so hatte Hisbollah klare Ziele, die Naim Kassim, der Stellvertreter in seinem Hisbollahbuch 2005 in London veröffentlicht hatte. Sie bestanden darin, weitere Trümpfe im Austausch gegen in Israel gefangen gehaltene Terroristen in die Hand zu bekommen. Wie solche schmutzigen Geschäfte sogar langfristig liefen, zeigte der Austausch von 1 lebenden und 2 toten Israelis gegen Hunderte Inhaftierter 2000-2004. Seit 2005 versuchte Hisbollah drei Mal seine Verhandlungsmasse mit Entführten zu erneuern. Alle Versuche konnten vereitelt werden. Hisbollah erlitt dabei hohe Verluste. Warum versuchte es der schlaue Nassrallah dennoch wieder und wieder? Unter dem Druck im eigenen Land provozierte er Israel mit Verbalattacken. In der Grenznahen Stadt Bint-Djebel hielt er die berüchtigte Brandrede, bei der er Israel bezeichnete. >>Der Luxus hat sie hat sie träge gemacht... Sie verstecken sich hinter moderner Technik und sind zu Feige zum kämpfen und sich zu opfern ...<< Die Israelis traf er damit zielsicher, denn er tat nichts anderes, als ihnen den Spiegel für ihre gesellschaftlichen Gebrechen vorzuhalten. Der Mann mit dem schwarzen Turban besaß ihren Respekt. Mehr als die Großmäuler der Hamas. In einer Hetzrede am Tage der geglückten Entführung verkündete er die Ausweitung des Krieges bis Haifa, falls Israel Vergeltung sucht. Wieso aber hielt der gescheite Geistliche solche Tiraden? Er beließ es nicht bei Verbalattacken. Entlang der Grenze installierte er Katjuschas und Mittelstreckenraketen in sehr großen Mengen. Seine Männer bauten Stellungen sogar im Naturschutzgebiet aus. Immer häufiger probierten sie ihre neu erworbenen Raketen via Israel aus. Der größere Druck auf Nasrallah war der äußere. Die Mullahs aus Iran finanzierten Hisbollah seit Jahren. Nun überhäuften sie ihn mit modernem Kriegsgerät aller Art. Im Gegenzug verlangten sie Einfluss, anfangs mit der Besetzung von 2 Führungspositionen in der Schura. Schließlich wollten sie Taten sehen gegen Israel. Heute, ein Jahr nach dem Krieg, müssen sich die Gotteskrieger nach Feinden im eigenen Land umsehen. Und sie finden welche. Sie werden keine Ruhe geben, denn sie sind fanatische Fundamentalisten. Ihnen ist jedes Mittel recht. .
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. Das militärische Kommando wird von zwölf religiösen Gelehrten geführt. Die Angaben zur Zahl der Kämpfer schwanken zwischen 200-5.000 Aktive und 5.000-20.000 Reservisten. Bewaffnung Hisbollah ist die einzige Miliz, die schwere konventionelle Waffen besitzt, so Katjuschas, Schützenpanzer, Kurz- und Mittelstreckenraketen und elektronische Kriegsausrüstung. Die Gotteskrieger brauchten ihre Raketen nicht selbst basteln. Noch nie hatte auch nur eine der vielen libanesischen Milizen solch ein Waffenarsenal besessen. Hier ein Ausschnitt: C-802 Raketen Iranisches Produkt nach chinesischer Lizenz. Reichweite 100 km, 165 Kg Sprengkopf. ZilZal Rakete, ein Langstreckengeschoss aus Iran auf Schwertransporter Fuger3 Rakete 240 mm Durchmesser, 70 Kg, 45 Km aus Iran Fuger5 Rakete 330 mm, 70 Km aus Iran Kornet Rakete aus Russlands geheimer Waffenlieferungen an Hisbollah Neueste Raketen gegen Panzer aus russischer Produktion erhielt Hisbollah auch aus Syrien. Israelische Bodentruppen fanden in Südlibanon: Moderne Abhöranlagen Elektronisch-thermische Nachtsichtgeräte Bunkerketten in Naturschutzgebieten Fuger5 ZilZal
Libanonkrieg II / 6 Alles ein Irrtum ? Hisbollah, der Gegner
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Flagge der Hisbollah mit Schriftzug (>>Wahrlich, die Partei Gottes ist die siegende Partei. Der islamische Widerstand in Libanon<<) und mit Kalaschnikow. Seit 1989 hat Hisbollah in Beirut ein Politbüro. Generalsekretär des Exekutivrates ist Hassan Nasrallah. Der Madschlis asch-Schura (höchster nationaler Konsultationsrat) unterhält sieben Unterkomitees.
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